Montag, Juni 04, 2007

Lang nix mehr gehoert, wa?

tja, aber ich lebe noch. und verbringe mein leben damit, brauner zu werden und es mir nicht zu langweilig werden zu lassen. das mit dem brauner werden waere eigentlich kein problem. wenn die sonne mal oefter scheinen wuerde... irgendwie sind wir im sommer, aber das wetter will noch nicht so. also einen tag sonne, den anderen regen. aber die dosis reicht trotzdem fuer einen germanen, um innerhalb von 2 stunden einer gamba aehnlich zu sein.
und das mit der langeweile ist auch nicht so das problem. ich habe halt noch meine 4 stunden deutsch (in der woche) und nehme jetzt nachmittags eine stunde spanisch in einer sprachschule, um noch ein wenig anleitung zu haben. ausserdem habe ich eine neue studentin, die gerne den testdaf machen moechte, um in deutschland studieren zu duerfen. und der helfe ich jetzt fuer die naechsten drei wochen bei der vorbereitung.
ausser quito habe ich immer noch nix neues kennengelernt, dafuer aber die interessantesten plaetze in quito: die reggaeton-hoelle und das koktelitos. also, von vorne. am 24. mai (ich kann mich so gut an das datum erinnern, weils hier ein nationalfeiertag ist) war ich mit ein paar studenten raus. nachmittags gings los mit bier. der plan war, bowling spielen zu gehen. gut, hab ich mir gedacht. die koennen eh nur mit den kinderkugeln spielen, haben also keine chance ;-)
irgendwann gegen abend wollten wir eine shawarma (also doener) in der besten bude der stadt essen. rein. leider gabs keine plaetze mehr. der kellner schubste uns weiter richtung treppe. und was gabs im keller??? eine astreine "disko". ob der laden den namen disko verdient hat, bleibt jedem ueberlassen, der ihn gesehen hat: stockdunkel, nur ein strobolicht erhellt das grauen der 2x2 m grossen tanzflaeche. da haben wir uns erstmal hingesetzt und eine pipa bestellt. nach zwei minuten sorgte der strobo fuer ein gefuehl, nun ja, so zwischen bewusstlosigkeit und trance. und natuerlich blieb es mir nicht erspart, einen schnellkurs fuer den tanz auf diese unsagbare musik zu bekommen. der einzige "gringo" im laden. wie immer zwei koepfe groesser als der rest. ich kam mir auch gar nicht beobachtet oder so vor. der halbe laden ist in gelaechter ausgebrochen. aber ich habe mich tapfer geschlagen und weiter "getanzt"... aber nach zwei stunden hatte ich dann genug und bin gefluechtet. nassbeschwitzt und um eine erfahrung reicher: tanzen auf diese suedamerikanische mukke werde ich nie lernen.
jo, der zweite interessanteste ort ist gleichzeitig meine neue geschaeftsidee fuer deutschland: der koktelitos. cocktails to go. da waren wir am freitag. wir sind die neue studentin, eine freundin von ihr, tom (der belgier ausm hostal) und ich. der abend lief ruhig an. bier im papaya.net. danach habe ich das mongos vorgeschlagen, wo es ausser essen erstklassige cocktails fuer 99 ct gibt. das stichwort cocktails liess aber die idee entstehen, zum koktelitos zu gehen, was ich bisher nicht kannte. da tom und ich das bier bezahlt hatten, wollten die maedels die cocktails kaufen. sie bestellten in der bude ohne tische und stuehle aber nur zwei. also bestellte ich auch noch einen ruso blanco. etwas ueberrascht war ich dann ueber die groesse der getraenke. sie kamen weder im becher, noch im glas, sondern in flaschen von ca. 1 liter!!! das mit den zwei cocktails fuer vier leute hatte also seinen sinn... nun hatten wir drei! pro stueck 3 dollar. da kann man doch nicht meckern, oder? da es kalt war und man alkohol nicht auf der strasse trinken darf, sind wir zu einer pizzeria gegangen, die einer freundin von den maedels gehoert. diese pizzeria hatte um halb elf den ofen abgestellt und die musik aufgedreht. war mehr eine bar als alles andere. dort durften wir dann auch trinken. und drei von den teilen fuer vier personen waren dann doch ein bisschen viel. wir haben uns in diskussionen ueber gott und die welt verstrickt, wie das halt so ist. es war aber sehr lustig. der naechste morgen nicht so...
naja, ansonsten lebe ich halt so vor mich hin. nix aufregendes. mal ein bierchen trinken gehen, mal was essen und so. deswegen habe ich auch schon laenger nicht mehr geschrieben.
ausserdem hab ich neue technik entdeckt: twitter.com. ihr koennt also wenn ich mal kein bock habe, viel zu schreiben, auf dieser seite rechts sehen was ich so mache, wenn ich keinen blog schreibe. und ich war mal wieder beim friseur. der kerl ist super, das was er so zustande bringt nicht so. aber gut. ich kann damit leben. die ecuatorianer glotzen mich so oder so an. ich fuehre das nicht auf meine frisur zurueck...

Keine Kommentare: