Dienstag, Juni 19, 2007

Einmal Kolumbien und zurueck

liebe leute! ich befinde mich also tatsaechlich in meine letzten woche in quito! dann kommt meine bessere haelfte und wir werden durch die gegend reisen. wird auch zeit, dass ich aus dem moloch mal rauskomme...
heute habe ich dann auch in echt die reise zu den galapagos gebucht! sehr geil: fuenf tage "kreuzfahrt" (so wirds genannt, hat aber mit der aida oder so weniger zu tun; das boetchen ist eher eine nussschale), danach noch drei tage aufe insel. mit seeloewen schwimmen, lonesome george besuchen (eine riesenschildkroete in der charles darwin station; der letzte seiner art, und verschiedene naturschutzorganisationen haben 100.000 dollar darauf ausgesetzt, dass ein verwandter von george gefunden wird; natuerlich gibt es aber noch andere arten riesenschildkroeten auf den galapagos), iguanas (mir faellt grad der deutsche name dieser dinosaurier nicht ein), kondore und was weiss ich noch fuer viecher sehen. seeehr cool...
tja, ansonsten habe ich letztes wochenende die kaelteste und wohl auch langweiligste stadt ecuadors mit ein paar freunden besucht: tulcan. grenzstadt zu kolumbien. schweinekalt, auf 3200 m gelegen. gut, mit dem winter in deutschland hat das natuerlich nix zu tun. wenn ich sage kalt, dann meine ich so 15 grad, hehe. und von dort sind wir auch einmal rueber nach kolumbien zu so ein paar thermalbaedern gefahren. und ich dachte, die grenze waere schwer bewacht und wo weiter. schliesslich kommen die drogenmafia-guerrillas aus kolumbien auch mal ab und zu nach ecuador um da "nach dem rechten zu sehen", einfach ein paar leute zu erschiessen oder den oertlichen gouverneur mit ein paar tausendern zu bestechen, damit die kumpanen wieder ausm knast kommen. aber nix! zwei soldaten haben uns durchgewunken. natuerlich habe ich auch keinen stempel in den pass bekommen :-( wenn mal jemand von euch zufaellig nach ecuador kommen sollte: tulcan ist den besuch nicht wert. mein reisefuehrer sagt: "langweilig. das einzig interessante ist der friedhof." und das stimmt. der friedhof ist wirklich sehenswert. ganze busladungen von kolumbianern kommen dort an, nur wegen dem friedhof! das kommt daher, weil das gruenzeug meisterlich in form von so indianischen figuren gestutzt ist. fotos gibts nicht. ich hatte nur meine nichtdigitale kamera dabei... auf dem rueckweg von der grenzstadt tulcan nach quito kam dann sogar ein drogenkontrolleur vorbei. und ich als einziger gringo war ihm natuerlich ein dorn im auge. ich sass ganz hinten. ohne den rest der leute auch nur anzugucken kam er auf mich zu: "ausweis. wo kommen sie her?" ich sach: "aus deutschland." und denke: "kannse nicht lesen?" bis mir einfaellt, moment, der meint wahrscheinlich wo ich gerade im moment herkomme. aber meine sitznachbarin tania rettet die situation: "aus tulcan." das war dann auch die drogenkontrolle. nix mit gepaeck checken oder so. dass ich in kolumbien war weiss ja keiner, hehe. aber die kontakte zu diversen drogenbaronen sind geknuepft! ich eroeffne eine exklusive filiale in essen, hahahaha.
was gibts sonst noch? ich plane gerade meinen abschied von meinem freund sam. und solín (moechtegern-kampftrinker und maradonna-double) droht mir damit, dass er seinen geburtstag in quito feiern will und fuer 10 tage hier bleibt! wenn sichs in die reiseplaene einbauen laesst, komme ich natuerlich vorbei. schliesslich ist er auch extra fuer meinen geburtsag nach quito gekommen... meine papis (das sagt man so in ecuador) sind auch aus deutschland wieder eingetrudelt mit einem haufen fotos, die ich mir bei gelegenheit mal ansehe.
also liebe heimat, bald hast du mich wieder! natuerlich mit einem lachenden und einem weinenden auge, wie es wohl immer so ist. die naechsten neuigkeiten kommen dann von kerstin und mir!

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