Montag, April 09, 2007

Osterwochenende

tja, leider geben die akkus meiner kamera grad den geist auf. also werde ich die neuesten bilder wohl morgen hochladen muessen.
also, mir gehts bestens! Ich bin gerade zurueck im hostal und habe jetzt gewissheit, dass ich am mittwoch zu marias eltern umziehen werde! gute neuigkeiten also.
und was soll ich sagen, das letzte we war einfach supa! wir waren von donnerstag bis sonntag in guayllabamba (schreibt man das so?), in einem haeuschen von marias eltern. doch wir waren nicht, wie ich urspruenglich annahm, unter uns, sondern es kamen noch enkelkinder mit, dann folgten die (dafuer gibts keinen namen auf deutsch) consuegros, also die eltern des schwiegersohns von marias eltern (klar?), dann noch ein angestellter von marias vater mit einem freund und schliesslich eine schwester marias mit ihrem mann. ui. viele neue gesichter. aber es war superlustig!


als wir das grundstueck betraten, wurden wir von extrem scharfen wachhunden begruesst, die sich aber dann als verspielt herausstellten.


valentin der alte hush-puppy sieht aus wie eine allesfressende bestie, aber: er will doch nur spielen, wie hier mit evelyn, der tochter des haushueters.
mit den jungs, deren vater und dem vater der haushueterfamilie, die auch auf dem grundstueck wohnt, haben wir ziemlich flott den rasen gemaeht um fussball spielen zu koennen. aber ich sags euch: fussball spielen auf knapp 3000m hoehe ist ziemlich schweisstreibend!

so verbrachten wir also den donnerstag und freitag mit fussball, basketball, tennis und schwimmen im hauseigenen pool. ausserdem gabs superleckeres essen: fanesca, ein typisches gericht, das es nur zu ostern gibt.
am freitag versammelte sich die ganze bande im wohnzimmer und ich setzte mich dazu. da hier alle sehr katholisch sind, dachte ich mir schon, dass jetzt was ostermaessiges kommt. also packte marias schwester margarita (ich hoffe, ich erinnere mich richtig an ihren namen!) ihren laptop aus und ergoogelte die geschichte des Kreuzwegs und irgendwelche 7 woerter, von wem weiss ich nicht. jetzt bin ich um die erfahrung reicher, dass das eine seeehr lange geschichte sein kann. es dauerte gut und gerne 1 1/2 stunden. und nach der ersten station schlief marias vater, nach der zweiten die oma (die ich oben in der aufzaehlung vergessen habe), danach ihre mutter und dann ich. der rest der familie scheint sich koestlich amuesiert zu haben, denn es gibt fotobeweise!!! eine lustige situation, wir haben uns spaeter darueber kaputtgelacht!
samstag gabs dann eine tour durch die umgebung, in die wichtigsten zentren der artesania, also der handwerkskunst.
hier machen wir grad einen fotostop an der laguna de san pablo. marias eltern neben mir, dann die omi, dann die mutter und schwester des schwiegersohns.
zuerst fuhren wir nach otavalo auf den markt. die otavaleños sind spezialisten im weben, sticken und so. ich sachs euch: der groesste und schoenste markt dieser art in suedamerika! ich hab mich auch gleich mal eingedeckt mit alpacawollsachen. das sind diese lamaaehnlichen viecher, die im hochland leben. und was soll ich sagen: eine jacke und ein schal: 20$! handarbeit! ich glaube, fuer sowas bezahlt man in europa das fuenffache.
aber die geschichte soll ja nicht zu lang werden. also, danach in eine stadt, wo die leute spezialisiert sind auf holzarbeiten. auch supa! und dann noch nach cotacachi, die stadt des leders. da muss ich wieder hin! jacken aus feinstem leder fuer 40$!!!!!! okay, durchatmen nils, alles wird gut! klar, dass wir danach frueh den matratzenhorchdienst ausgefuehrt haben.
heute waren wir dann in einer wallfahrtsstadt, um an einer messe teilzunehmen. seitdem bin ich um noch eine erfahrung reicher, naemlich die, wie man 10 leute in ein auto bekommt. okayokay, es war ein nissan xtrail (grooosses auto) und die zwei zwerge waren dabei. aber trotzdem, das geht hier halt einfach. 3 mann in den kofferraum (der haushueter calletano mit frau und tochter), der rest verteilt sich auf die verbliebenen plaetze. und es war ueberhaupt kein problem! das naechste ueberraschende: die messe war so voll, dass die leute in den gaengen standen. das ist wohl so, weil es eine wallfahrtskirche ist. aber: es war ein kommen und gehen! und ein laerm: ach, du auch hier, wie gehts dir? gut? und deiner tochter? ach, schoen. mmh. ausserdem scheinen alle nur auf den friedensgruss gewartet zu haben. denn kaum ausgesprochen, stuermten die leute los, um sich gegenseitig "paz" zu wuenschen. dass der aus der ersten reihe nicht zu dem in der letzten ging ist auch alles! merkwuerdig, wenn man die totenstille aus deutschen messen gewohnt ist. aber gut!
tja, zurueck, sachen gepackt, und tschuess, wieder richtung chaoscity. das ist nettgemeint! ich mag quito sehr!
morgen werde ich diesen bericht noch mit fotos spicken und evtl. etwas veraendern...

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