Dienstag, März 20, 2007

Eingetaucht

Da bin ich mal heute mittag volle pulle eingetaucht in das leben hier! war mal in der "city", der haupteinkaufsstrasse, die hier ganz in der naehe ist. denn ich hatte dann doch mal etwas hunger. essen gabs dann reichlich fuer 3$ (!). an den laerm hier muss man sich wohl gewoehnen.
ein bus folgt dem anderen, aber die fahren keine haltestellen ab, sondern man springt einfach an einer kreuzung auf. die tueren sind immer offen. ausserdem bedeutet - wie in vielen anderen laendern auch - der zebrastreifen ueberhaupt nix. ist schon ein abenteuer, die grossen strassen zu ueberqueren, so ganz ohne fussgaengerampel und so. ich laufe den quiteños einfach hinterher, die was das angeht wohl lebensmuede sein muessen ;-) uebrigens sind alle nur halb so gross wie ich, was die meisten dazu veranlasst, mich erstmal anzugaffen. aber nicht boese oder so!
ausserdem gewoehnungsbeduerftig (was fuer ein scheisswort, wenn man keine umlaute hat!): bewaffnete aufpasser an jeder ecke: vorm supermarkt, vor den hotels und den banken. wenn man mal eine bank betreten will, muss man erst einen metalldetektorcheck ueber sich ergehen lassen. ausserdem guckte einer gegenueber vom café amazonas, wo ich mir mal einen cafe con leche fuer 60 ct genehmigt habe, immer mal wieder mit einer pumpgun in der hand aus seinem geldwechselladen hervor. und ich sehe wohl aus wie ein stinkreicher gringo, denn kaum vorm restaurant hingesetzt, kamen die schuhputzkinder und co. oh man, dem ersten habe ich geld gegeben (50ct), dann kamen seine ganzen kollegen, die mir auch die schuhe putzen wollten. die verstehen aber leider nicht, dass meine chucks so aussehen muessen!!! aber scherz beiseite, das mit den bettelnden kindern ist schon heftig. alle nasen lang kommen die an, kleine indios mit noch kleineren geschwistern auf den ruecken gebunden. hart zu sagen, dass man ihnen nichts gibt...
und die menschen hier sind so nett! jetzt habe ich nach iban oder wars (ivan?)und seinem bruder schon einen 3. freund: Jorge Luís. der hat spenden fuer eine schule fuer geistig behinderte kinder gesammelt und mich angequatscht (weil ich wohl so reich aussehe ;-). ich hab ihm auch was gegeben, denn er machte echt einen serioesen eindruck und hatte so offizielle dokumente dabei. aber egal, ich habe seine nummer, und wir haben einen deal: er zeigt mir was von der stadt und ich bringe ihm ein bisschen deutsch bei. DEAL!
Ab jetzt bin ich auch im besitz eines suedamerikanischen nokias und einer dazugehoerenden prepaidkarte. alles sehr unkompliziert und guenstig.
okay, redeschwall beendet.
jetzt gehe ich auf die dachterasse, schau mir quito bei nacht an, esse einen happen brot gefuellt mit irgendwas und trinke ein schoenes bierchen.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo Nils,

das hört sich ja schon mal alles wahnsinnig interessant an!

Das Du durch Deine Größe auffällst,kann ich mir eigentlich gar nicht vorstellen ;)

Sieh zu, dass Du nicht unter die Räder kommst und bis bald wieder an der Uni

André